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Förderschwerpunkt „Glücksspielsuchtprävention“

Ausgangssituation
Die Attraktivität von Automatenspiel, Online-Glücksspiel und Sportwetten ist in den letzten 10 Jahren deutlich gestiegen. Zunehmend beobachten Fachkräfte der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit riskantes Verhalten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Während sowohl die Angebote der universellen Prävention (z.B. durch Online-Portale und Materialien für Schulen) als die Maßnahmen zur indizierten Prävention (Beratung und Therapie) bereits deutlich ausgebaut wurden, gibt es immer noch wenig Erfahrungen mit Maßnahmen der selektiven Prävention, die sich gezielt an junge Menschen richten, die riskantes Spielverhalten zeigen.

Eckpunkte des Förderprogramms
Gefördert und begleitet wurden lokale Projekte von Einrichtungen oder Verbänden der Jugendarbeit oder Jugendsozialarbeit, in denen im Zeitraum Dezember 2015 bis November 2016 Ansätze der selektiven Prävention für riskant spielende Jugendliche und junge Volljährige entwickelt und erprobt wurden. Die Projektumsetzung erfolgte dabei in enger Kooperation von Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit mit Einrichtungen der Suchthilfe, -beratung und -prävention.
Bei der Ausarbeitung wurden geschlechtsspezifische sowie migrations- und kultursensible Aspekte berücksichtigt. Im Rahmen der Umsetzung sollten verschiedene methodische Zugänge genutzt werden, beispielsweise durch aufsuchende Arbeit in Spielhallen und Wettbüros oder über die Angebote von Sportvereinen, Jugendhäusern, Jugendverbänden oder Migrantenorganisationen. Module zur niedrigschwelligen Thematisierung und Bearbeitung von Glücksspielrisiken im Rahmen von Gruppenarbeit, gemeinwesenorientierte Interventionsstrategien (Runde Tische, Dialog mit Betreibern) wurden entwickelt und in lokale Gesamtkonzepte zur Prävention von Glücksspielrisiken eingebettet.

Umsetzung
Gefördert wurden im Programm drei Modellprojekte, deren Ziel es war, Maßnahmen der selektiven Prävention in Kooperation zwischen Jugendarbeit oder Jugendsozialarbeit und Suchthilfe/Suchtprävention umzusetzen:

Träger

Projektname

Fachklinik Fischer- Haus und Diakonisches Werk im Evangelischen Kirchenbezirk Ortenau, Außenstelle Kehl

WinLose

LRA Esslingen

Das Leben rocken OHNE ZOCKEN

Baden-Württembergischer Landesverband für Prävention und Rehabilitation

gGmbH

„Lauftheater Glücksspielsucht“


Projektbegleitung und -auswertung
Zur Projektreflexion wurden standortübergreifende Workshops durchgeführt. Die Ergebnisse werden in Form einer Praxishandreichung zur Verfügung gestellt.

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