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Förderschwerpunkt „Junge Flüchtlinge“

Ausgangssituation
Geflüchtete junge Menschen sind mit besonderen Herausforderungen konfrontiert, insbesondere im Hinblick auf

  • die Bewältigung von Fluchterfahrungen,
  • die Orientierung in einem zunächst „fremden Alltag“,
  • die Bewältigung der Wohnsituation in Gemeinschaftsunterkünften,
  • die Integration in Schule und Ausbildung und
  • die soziale Integration in bestehende Angebote.

Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit haben dabei gute Voraussetzungen, geflüchtete junge Menschen zu unterstützen. Adressatinnen und Adressaten sind dabei junge Menschen, die gemeinsam mit Familienangehörigen hier sind, sowie junge Volljährige, die allein geflohen sind und bei denen Angebote der Hilfen zur Erziehung nicht mehr greifen. Das Förderprogramm sollte dazu beitragen, die Möglichkeiten modellhaft zu erproben und sichtbar zu machen.


Ziele des Förderprogrammes
Durch lokale Modellprojekte sollten Angebote der Kinder- und Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit modellhaft erprobt werden, die geflüchtete junge Menschen, die in Gemeinschaftsunterkünften leben, fördern und unterstützen, beispielsweise, indem sie folgende Ziele verfolgten:

  • Die jungen Flüchtlinge erhalten Möglichkeiten der aktiven Freizeitgestaltung in Sport,
    Musik, Theater, Kunst, in offenen Angeboten oder themenbezogenen Projekten,
    entweder durch spezifisch mit ihnen entwickelte Angebote oder durch die
    Einbindung in bestehende Angebote.
  • Die jungen Flüchtlinge verfügen über Möglichkeiten, ihre lebensweltlichen
    Erfahrungen mit Menschen in ihrem Stadtteil/ihrer Gemeinde zu teilen.
  • Die jungen Flüchtlinge sind mit der Infrastruktur, Unterstützungsangeboten
    und Netzwerken im lokalen Gemeinwesen vertraut.
  • Jungen Flüchtlingen stehen außerhalb ihrer Gemeinschaftsunterkünfte
    Rückzugs- und Freizeiträume zur Entspannung, Erholung und
    aktiven Freizeitgestaltung zur Verfügung.
  • Die jungen Frauen und Männer erhalten Zugang zu geschlechtsspezifischen
    oder geschlechtergemischten Angeboten in den Gemeinden und Kommunen.
    Insbesondere Mädchen und junge Frauen werden durch aufsuchende Arbeit
    und Elternarbeit an Angebote der Mädchenarbeit/Mädchensozialarbeit herangeführt,
    um auch die dort vorhandenen Schutzräume zu nutzen.
  • Die jungen Flüchtlinge erwerben Alltagskompetenzen, die für das Leben in
    unserer Gesellschaft hilfreich und notwendig sind.
  • Junge Menschen ohne Fluchterfahrung sind für die Lebenslage der jungen
    Flüchtlinge sensibilisiert, bauen Kontakte und Beziehungen zu ihnen auf
    und unterstützen sie beim Hineinfinden in den Alltag in Deutschland.

Umsetzung
Gefördert wurden 38 Projekte an folgenden Standorten:

Visitenkarten der einzelnen Projekte

Mobile Jugendarbeit                                    Mädchenarbeit/Prävention sexuelle Gewalt

Kulturelle Jugendbildung                          Migrationsarbeit

Offene Kinder- und Jugendarbeit          Jugendring

Jugendverband

 

Projektbegleitung und -auswertung
Zur Qualifizierung der Mitarbeitenden wurde in Kooperation mit der Akademie der Jugendarbeit und dem KVJS (Landesjugendamt) eine mehrteilige Weiterbildung entwickelt und umgesetzt. Die Qualifizierungsreihe unterteilte sich in ein zweitägiges Basismodul und mehrere Aufbaumodule, die vorrangig den durchführenden Fachkräften der Modellprojekte angeboten wurde. Weitere Informationen zur Qualifizierungsmaßnahme finden Sie hier.
 

Die Projekterfahrungen wurden im Rahmen eines Fachtags am 17. November 2016 präsentiert, diskutiert und dokumentiert.

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