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Förderschwerpunkt „Medienkompetenz“

Ausgangssituation
Einschlägige Studien zeigen, dass Jugendliche in sozioökonomisch benachteiligten Lebenslagen über einen deutlich geringeren Handlungsspielraum im Zugang, in der Nutzung und in der Rezeption digitaler Medien verfügen. Bei diesen Jugendlichen mit (teilweise) einem formal eher niedrigen Bildungsabschluss ist das Nutzungsspektrum häufig sehr eingeschränkt  und sie profitieren nicht von der Nutzungsbandbreite des Netzes wie Jugendliche, die formal höher gebildet sind. Da Medienorientierung eine gesellschaftlich zunehmend geforderte Fähigkeit und Schlüsselkompetenz ist, sind benachteiligte Jugendliche diesbezüglich zu befähigen und zu unterstützen.

Förderprogramm
Modellhaft erprobt werden sollten Angebote von Verbänden und Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit oder Jugendsozialarbeit, in denen die Kompetenz im Umgang mit digitalen Medien von jungen Menschen gefördert wurde, die durch sozioökonomisch benachteiligende Lebenslagen in der „Medienteilhabe“ eingeschränkt waren.

Ziele der Projekte waren:
Die jungen Menschen

  • werden befähigt und gefördert, ihre bereits vorhandenen Medienkompetenzen
    weiter auszubauen und ihr Verhalten zu reflektieren,
  • werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie das Internet als Medium der Beteiligung
    und Einmischung genutzt werden kann,
  • werden in Bezug auf Risiken und Gefahren informiert (Abzocke, Mobbing, Phishing,
    Online-Spiele, Pornografie, Suizid-Foren, Pro ANA und Pro Mia-Seiten, u.a.),
  • werden in schwierigen Situationen, die aufgrund risikoreicher Mediennutzung
    entstanden sind, von Mitarbeiter/innen der Jugendsozialarbeit beraten und lösungsorientiert gecoacht,
  • werden mithilfe von Angeboten und der gezielten Nutzung des Social Web Wege aufgezeigt,
    wie das Internet als Plattform der Selbstdarstellung und kulturellen Inszenierung, aber auch zum
    Beziehungsaufbau und zur Beziehungspflege sowie in ihrer Orientierungs- und Suchfunktion genutzt werden kann.


Mitarbeiter_innen, die mit sozial benachteiligten Jugendlichen arbeiten,

  • werden Kenntnisse vermittelt, die jungen Menschen bei der Bewältigung der zentralen
    Entwicklungsaufgabe „Medienkompetenzerwerb“ geschlechterdifferenziert zu begleiten,
  • entwickeln Möglichkeiten, wie die alltagsorientierte Förderung von Medienkompetenz
    in die Angebote der Jugendarbeit (Jugendverbände, Offene Jugendarbeit, Sportvereine,
    kulturelle Jugendbildung) und Jugendsozialarbeit integriert werden kann.

Umsetzung
Gefördert wurden 10 Projekte an verschiedenen Standorten.

Eine Übersicht mit Projektbeschreibung finden Sie hier.


Projektbegleitung und -auswertung
Zur Qualifizierung der Mitarbeitenden und Projektreflexion wurden standortübergreifende Workshops durchgeführt.

Hier finden Sie die Protokolle und Eindrücke der drei Workshops:

1. Workshop 28.04.2016
Ausschreibung
Protokoll
Bilder

2. Workshop 13.07.2016
Ausschreibung
Protokoll
Bilder

3. Workshop 07.11.2016
Ausschreibung
Protokoll
Bilder

 

 

Die Ergebnisse werden in Form einer Praxishandreichung zur Verfügung gestellt. Diese finden Sie in Kürze hier.

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