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„Wir sind stark und brauchen Chancen!“

Eine Aktion der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit im Rahmen des Schwerpunktjahres „Starke Kinder – chancenreich“

Im Rahmen des Schwerpunktjahres zur Kinderarmut bietet das Ministerium für Soziales und Integration Baden- Württemberg 2020 eine Plattform für Projekte, die gerade jungen Menschen (insbesondere bis 18 Jahre) in benachteiligenden Lebenslagen und ihren Familien Möglichkeiten bieten, auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.
Die LAG JSA möchte dies gerne als Rahmen nutzen, um unter dem Motto „Wir sind stark und brauchen Chancen“ landesweit im Sinne von Empowerment auf die Bedarfe benachteiligter junger Menschen in der Öffentlichkeit aufmerksam zu machen.

Die LAG JSA bietet deshalb Unterstützung für Konzeptionierung und Sichtbarmachung von Aktivitäten, z.B. Veranstaltungen, die dazu dienen, dass junge Menschen, deren Teilhabechancen eingeschränkt sind, ihre Bedarfe, Sichtweisen und Themen in die Öffentlichkeit und den politischen Raum tragen. Dies können Projekte sein, die im Rahmen von Förderprogrammen (z.B. ESF-Programm „Starke Kinder chancenreich“) erfolgen, aber auch Aktivitäten, die im Rahmen der alltäglichen Arbeit von und mit jungen Menschen umgesetzt werden.

Wir möchten gemeinsam mit Ihnen als Fachkräfte analoge und digitale Aktivitäten/Veranstaltungen entwickeln, die folgende Fragestellungen zum Inhalt haben:
Fragestellungen aus Sicht der Fachkräfte, Politik und Öffentlichkeit:

  • Wo stoßen benachteiligte junge Menschen an Grenzen?
  • Wo fehlen benachteiligten jungen Menschen Chancen?
  • Was wollen/brauchen/erwarten benachteiligte junge Menschen?

der aus Sicht der benachteiligten jungen Menschen als Fragestellungen für die Projekte:

  • Wo stoßen wir an Grenzen?
  • Wo fehlen uns Chancen?
  • Was wollen/brauchen/erwarten wir?

Im Mittelpunkt sollen dabei das Empowerment, also die Selbstbefähigung der jungen Menschen stehen, ihre Anliegen und Sichtweisen zu benennen und dafür politisch und gesellschaftlich einzutreten.

Ziele der Aktion

  • Durch die Projekte werden junge Menschen, die eingeschränkte Teilhabechancen haben, mit ihren Anliegen – ihren Sichtweisen zu Wünschen und Chancen in der Gesellschaft – für die Politik und für die Öffentlichkeit erlebbar.
  • Die Projekte werden in das Schwerpunktjahr des Landes in das „Starke Kinder – chancenreich“ eingebettet und bekommen auch dort Raum zur Darstellung.
  • Junge Menschen werden unterstützt, ihre Anliegen zu benennen und für diese politisch und gesellschaftlich einzutreten.
  • Fachkräfte werden unterstützt bei Empowerment-Prozessen mit den jungen Menschen.

Zielgruppen der Aktion
Sie sind Fachkraft der Jugendhilfe, welche mit jungen Menschen von 10 bis 18 Jahren arbeitet, insbesondere in Handlungsfeldern der Jugendsozialarbeit (Schulsozialarbeit/Mobile Jugendarbeit/Mobile Kindersozialarbeit/Jugendmigrationsdienste/arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit/Jugendwohnen). Die Aktion ist aber auch offen für andere Angebote der Jugendhilfe (z.B. Erziehungshilfen oder Kinder- und Jugendarbeit).

Angebot der LAG Jugendsozialarbeit

Dann unterstützen wir Sie gerne bei der Planung und Umsetzung ihrer Veranstaltungen durch folgendes Angebot.

  • Wir laden Sie ein Ihre Projektidee bei uns per Mail anzumelden. Sie erhalten dann einen Zugang auf ein Padlet um Ihre ersten Ideen mit allen Teilnehmer*innen zu teilen. Dies sollte bis 15. Juli 2020 erfolgen.
  • Einladung zu einem vierstündigen Workshop am 22. Juli 2020 – 14:00 – 18:00 Uhr in dem wir mit Ihnen gemeinsam Projektideen erarbeiten wollen. Hier steht die Frage im Mittelpunkt wie Empowermentprozesse, insbesondere durch digitale Zugänge für und mit jungen Menschen nutzbar gemacht werden können

Unterstützt werden wir dabei von erfahrenen digitalen Beteiliger*innen.

  • Wir begleiten Sie bei der Erarbeitung ihrer Konzepte bis Ende Juli online auf der Plattform wechange und beraten Sie auch gerne telefonisch.
  • Wir unterstützen Sie mit individueller Beratung zu Tools, zu Konzepten und zu Anträgen beim Ministerium und zur Umsetzung Ihrer Veranstaltungen/Projekten in der Laufzeit des Schwerpunktjahres bis 08. Oktober 2020
  • Wir transportieren mit Ihnen die „Botschaften“ der jungen Menschen in die Öffentlichkeit und die Politik. Eine Möglichkeit dafür könnte die Aktionswoche der Liga der freien Wohlfahrtspflege vom 12. bis 18.10.2020 sein bzw. der große Fachtag des Ministeriums für Soziales und Integration (in Kooperation mit der Liga und anderen) am 19.10.2020.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben – melden sie sich bis zum 15. Juli 2020 bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Anmeldung für den Workshop und das gemeinsame Wirken mit jungen Menschen.
Förderprogramm des Ministeriums für Soziales und Integration
Für Aktivitäten vor Ort kann auch das Förderprogramm des Ministeriums für Veranstaltungen interessant sein. Gefördert werden Veranstaltungen zum Kontext Kinderarmut mit bis zu 1000.- Euro gefördert. Die Informationen dazu finden Sie hier: https://www.starkekinder-bw.de/aufrufe-und-ankuendigungen/
Eine Antragstellung ist unabhängig von der Beteiligung an der Aktion der LAG Jugendsozialarbeit.

Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung

 

Die Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung widmet sich sowohl dem Thema der politischen Beteiligung, d. h. die aktive Teilhabe junger Menschen an allen sie betreffenden politischen Entscheidungsprozessen, als auch dem Thema der Verantwortungsübernahme junger Menschen für das Gemeinwohl und für ein gelingendes Miteinander im Gemeinwesen durch freiwilliges Engagement, etwa für Kultur, Sport, Umwelt und soziale Initiativen – in begleiteter oder selbstverwalteter Form (Engagementförderung).

 

Aufgaben

Zum 1. Januar 2018 wurde die Servicestelle „Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg“ eingerichtet. Die Servicestelle hat die Aufgaben die Akteur*innen der Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit von öffentlichen und freien Trägern bei der Weiterentwicklung und dem Ausbau von Maßnahmen der politischen Beteiligung und Engagementförderung kontinuierlich zu unterstützen und zu fördern.

Sie setzt Impulse, entwickelt Arbeitshilfen und leistet Beratung insbesondere im Hinblick auf die Vielfalt der erreichten jungen Menschen, der Entwicklung der Formate, der Nachhaltigkeit und der Qualität der Umsetzung. Sie formuliert Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Förderinstrumente in Baden-Württemberg im Hinblick auf Kinder- und Jugendpartizipation.

Sie macht die Beteiligung und das Engagement von jungen Menschen in Baden-Württemberg in ihrer Vielfalt sichtbar und entwickelt angemessene Formen der Würdigung. Die landesweite Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung ist dezentral organisiert. Sie wird vom Landesjugendring, der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung und der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit gemeinsam getragen.

 
Ansprechpartner:
 
 
Thorsten Gabor
Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung
 
Tel.: 0711 1656-332
Mobil: 01512 1922934
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 

Hier finden Sie abgesschlossene Projekt eder LAG Jugendsozialarbeit Baden Württemberg:

ViP

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Aktuelles

Das Programm Vielfalt in Partizipation wurde 2018 neu aufgelegt! Aktuelle Informationen zur Ausschreibung, den Anträgen und Förderbedingungen finden Sie hier...

VIP – Vielfalt in Partizipation

Die LAG JSA koordinierte das Förderprogramm als Tandem-Regiestelle gemeinsam mit dem Landesjugendring Baden-Württemberg. Das Programm wurde vom Land Baden-Württemberg gefördert aus Mitteln des Zukunftsplans Jugend des Ministeriums für Soziales und Integration.
 

VIP – Vielfalt in Partizipation: Ausbau von Beteiligungs- und Engagementformen für junge Menschen

Das Förderprogramm „Vielfalt in Partizipation. Ausbau von Beteiligungs- und Engagementformen für junge Menschen“ verfolgte zwei Ziele: zum einen die Überwindung von Ungleichheit und Herkunftsabhängigkeit der Teilhabe- und Beteiligungschancen junger Menschen. Zum anderen den Ausbau und die Weiterentwicklung von Formen der Partizipation junger Menschen bis 27 Jahren. Partizipation wurde dabei als die aktive und verantwortliche Mitgestaltung der Gesellschaft verstanden.
Die sollte insbesondere erreicht werden, indem einerseits die politische Beteiligung junger Menschen vorangetrieben wurde, sie also aktiv in alle sie betreffenden Entscheidungsprozesse einbezogen wurden, und andererseits freiwilliges Engagement gefördert wurde– also junge Menschen Verantwortung für das Gemeinwohl und für das gelingende Miteinander im Gemeinwesen übernahmen. Um Ungleichheit und Herkunftsabhängigkeit bei Teilhabe- und Beteiligungschancen zu überwinden und neue Formen von Partizipation aufzubauen, wurde das Förderprogramm in zwei gezielten Zugängen aufgesetzt.

Zwei Maßnahmentypen

Erstens milieuübergreifende ausgerichtete Maßnahmen der politischen Beteiligung und/oder Förderung von freiwilligem Engagement, die ebenjene jungen Menschen erreichen sollten, die ansonsten auf Grund von Unterschieden im kulturellen Hintergrund und/oder ihrem Bildungsstatus und ihrer sozioökonomischen Lebenslage wenig Teilhabe- und Beteiligungschancen erhalten.
Zweitens Maßnahmen zur politischen Beteiligung und/oder zur Förderung von freiwilligem Engagement, die insbesondere junge Menschen erreichen sollten, die in bereits bestehenden Formen stark unterrepräsentiert sind. Dies konnten junge Menschen mit niedrigem Bildungsstatus sein und/oder aus sozioökonomisch benachteiligten Familien sowie junge Menschen mit Migrationshintergrund.

Bei deren Umsetzung im Programm „VIP“ wurde zwischen modellhaften Projekten und Mikroprojekten unterschieden. Diese Unterscheidung wurde wurde, neben dem Fördervolumen und dem bereitzustellenden Eigenanteil bei den Modellprojekten, insbesondere in der Zielausrichtung der Projektvorhaben sichtbar. So verfolgten die modellhaften Projektvorhaben innovative- und neue Ansätze in den beschriebenen Schwerpunkten und Maßnahmen, wohingegen die Mikroprojekte bereits Erprobtes in die Fläche gtragen haben. Die Projektträger*innen waren so vielfältig, wie die Projekte selbst und kamen von Kommunen und Landkreisen, der verbandlichen, kulturellen, offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit (Mobile Jugendarbeit, Jugendmigrationsdienste, Schulsozialarbeit).

Programmaufbau VIP

Hier erhalten Sie Informationen zu den einzelnen Projektstandorten.