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Weitere Formen der Jugendsozialarbeit

Nach örtlichen Bedarfen werden zum Teil weitere spezifische Angebote der Jugendsozialarbeit
zur Unterstützung junger Menschen mit besonderen Problemlagen entwickelt, beispielsweise

  • Suchtberatung für Jugendliche und junge Erwachsene,
  • Wohnformen für junge Wohnungslose,
  • spezifische Angebote für junge Menschen mit Gewalterfahrungen,
  • Unterstützungs- und Beratungsangebote für minderjährige Eltern,
  • Wohnformen für straffällige Jugendliche als Alternative zum Strafvollzug.

Jugendmigrationsdienste

Was ist ein Jugendmigrationsdienst?

Die Jugendmigrationsdienste (JMD) verstehen sich als Teil eines künftigen Gesamtintegrationskonzeptes und eines bundesweiten Integrationsprogramms für Zuwanderinnen und Zuwanderer. Als Teil der Jugendhilfe zielen die JMD auf Vermeidung bzw. Ausgleich von Benachteiligungen und die interkulturelle Öffnung im Gemeinwesen ab. Sie tragen dazu bei, das Recht aller jungen Menschen mit Migrationshintergrund auf umfassende Teilhabe und Chancengleichheit in allen gesellschaftlichen Bereichen zu verwirklichen. Sie kooperieren mit anderen für die jungen Zuwanderinnen und Zuwanderer relevanten Diensten und Einrichtungen und nehmen für diese eine Anlauf-, Koordinierungs- und Vermittlungsfunktion wahr.

Zentrale Aufgaben der JMD sind: Sozialpädagogische Begleitung von jungen Menschen mit Migrationshintergrund im Alter von 12 bis 27 Jahren, insbesondere auch vor, während und nach den Integrationskursen, sowie die Beratung ihrer Eltern; Einzelfallberatung auf der Grundlage des Casemanagements zur schulischen, beruflichen und gesellschaftlichen Integration (individueller Integrationsplan); themenzentrierte und freizeitpädagogische Gruppenangebote; Mitwirkung beim Aufbau von regionalen und lokalen Netzwerken; interkulturelle Öffnung aller relevanten Einrichtungen und Dienste vor Ort; Entwicklung von gemeinwesenorientierten Angeboten und Projekten zur Sicherstellung der Partizipation junger Menschen mit Migrationshintergrund sowie zur Prävention von Gewalt und Suchtmittelkonsum.

 

Jugendmigrationsdienste in Baden-Württemberg

Im Jahr 2016 wurden in Baden-Württemberg 15.683 junge Menschen im Alter von 12 bis 27 Jahren durch Jugendmigrationsdienste begleitet, davon 7.182 mit individuellem Integrationsplan.

Zudem wurden Gruppenangebote mit 10.184 Teilnehmenden und 673 Aktivitäten zur interkulturellen Öffnung im Gemeinwesen (z.B. Informationsveranstaltungen, Workshops und interkulturelle Trainings) durchgeführt. In 58 Jugendmigrationsdiensten waren hauptamtliche Fachkräfte mit einem Gesamtstellenumfang von 88,50 Vollzeitstellen tätig, ergänzt durch 68 Honorarkräfte (mit einem Arbeitsumfang, der 5,16 Vollzeitstellen entspricht) und 512 Ehrenamtlichen.

Ab September 2015 erprobten zudem im Modellprojekt „jmd2start – Begleitung für junge Flüchtlinge im Jugendmigrationsdienst“ an 24 JMD-Standorten bundesweit (davon zwei Standorte in Baden-Württemberg in Freiburg und im Ortenaukreis), wie junge Flüchtlinge, d.h. Menschen zwischen 12 und 27 Jahren, die einen Asylantrag stellen (mit Aufenthaltsgestattung) oder deren Asylantrag abgelehnt wurde (mit Duldung), bestmöglich unterstützt werden können. Das Projekt lief bis Dezember 2017.

Zwei Standorte in Baden-Württemberg sind an der modellhaften Erprobung der Begleitung von geflüchteten jungen Menschen im JMD im Rahmen des Modellprogramms jmd2start beteiligt.

 

Aktivitäten der LAG JSA

Im Koordinationskreis Jugendmigrationsdienste (KOK JMD) bearbeiten die Landeskoordinator_innen aller Trägergruppen die aktuellen fachlichen Fragestellungen der Jugendmigrationsarbeit in Baden-Württemberg. Der Kreis tagt mindestens dreimal jährlich halbtägig.
Ansprechpartnerin: Susanna Loewe-Schlaich

Der KOK JMD organisiert zweimal jährlich die JMD-Arbeitstreffen zum fachlichen Austausch der Fachkräfte aller JMD. Das Programm für das kommende Arbeitstreffen am 10.10.2018 in Karlsruhe können Sie nach Veröffentlichung hier einsehen.

Eine Übersicht über alle Jugendmigrationsdienste in Baden-Württemberg finden Sie hier.

Jugendwohnen

Was ist Jugendwohnen nach § 13 SGB VIII?

Angebote des Jugendwohnens haben zum Ziel, jungen Menschen ab 15 Jahren während ihrer Teilnahme an einer schulischen oder beruflichen Bildungsmaßnahme oder beruflichen Ausbildung die notwendige Unterkunft und Verpflegung sicherzustellen, sie bei ihrer Ausbildung zu unterstützen sowie ihre persönliche und soziale Entwicklung zu fördern. Das Jugendwohnen ermöglicht jungen Menschen eine Ausbildung an Orten, die zu weit entfernt sind, um sie vom Elternhaus aus zu erreichen. Durch sozialpädagogische Angebote erweitert das Jugendwohnen die Leistungsmöglichkeiten von reinen Wohnangeboten (z. B. Studentenwohnheime, Kolleginternate) und öffnet diese für weitere Zielgruppen (Minderjährige, junge Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf etc.). Wenn erforderlich, unterstützt das Jugendwohnen auch junge Menschen mit individuellen Beeinträchtigungen und sozialer Benachteiligung, damit die besondere Lebensphase während des Übergangs von der Schule in den Beruf erfolgreich gelingen kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

Jugendwohnen unterstützt die Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen durch die Unterbringung der Auszubildenden während der Ausbildungszeit und des Blockschulunterrichts. Die Kooperation zwischen Betrieb, Berufsschule und Jugendwohnen gibt dem jungen Menschen bestmögliche Unterstützung für seine persönliche Entwicklung. Das gemeinsame Leben im Jugendwohnheim führt zu einer hohen Selbständigkeit und Eigenverantwortung und damit zu einer zentralen Schlüsselqualifikation in einer wichtigen Phase der Persönlichkeitsentwicklung. Jugendwohnen fördert Mobilität, indem es die erforderliche Unterstützungsstruktur bereitstellt, damit Jugendliche, die überwiegend mobilitätsbereit sind, auch tatsächlich den Mobilitätsanforderungen gerecht werden können. Jugendwohnen unterstützt die Auszubildenden, die Ausbildungsbetriebe und die Berufsschulen und leistet somit einen wichtigen geselllschaftspolitischen Beitrag zur Nachwuchsförderungen und zur Sicherung der Fachkräfte in der Wirtschaft.

 

 

 

 

 

 

Jugendwohnen in Baden-Württemberg

Die der LAG JSA angehörenden rund 50 Jugendwohnheime verfügen über 3.500 Plätze und bieten jährlich ca. 7.500 jungen Menschen sozialpädagogisch begleitetes Wohnen an.

Aktivitäten der LAG JSA

Im AK Jugendwohnen der LAG JSA bearbeiten Fachleute des Jugendwohnens aus allen Trägergruppen aktuelle Fachthemen des Jugendwohnens. Der AK tagt mindestens dreimal jährlich halbtägig.
Ansprechpartnerin: Bernadette Ruprecht

Der AK Jugendwohnen organisiert gemeinsam mit dem Landesjugendamt (KVJS) die
Jahresfachtagung Jugendwohnen

Das Positionspapier der LAG Jugendsozialarbeit zum Jugendwohnen in Baden-Württemberg finden Sie hier.

 

Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit

Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit


Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit umfasst eine Vielzahl von Leistungen und Angeboten zur beruflichen und sozialen Eingliederung sozial benachteiligter und individuell beeinträchtigter junger Menschen im Übergang von der Schule in die Berufsausbildung und von der Ausbildung ins Erwerbsleben. Die Jugendberufshilfe beinhaltet ein differenziertes Leistungsspektrum mit Angeboten für junge Menschen beim Übergang in Ausbildung und Beruf, schulischen und berufsschulischen Angeboten, berufsorientierenden und berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen und Angeboten zur Unterstützung während der Ausbildung. Weitere Angebote umfassen Berufsausbildungen in außerbetrieblichen Einrichtungen, vollzeitschulische Ausbildungen, ausbildungsbegleitende Hilfen, qualifizierende Beschäftigungsmaßnahmen als auch Angebote der arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit für benachteiligte Jugendliche bis zum 27. Lebensjahr wie z.B. individuelle sozialpädagogische Hilfen, Beratungsangebote und niederschwellige Angebote.

Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit in Baden-Württemberg

Von den jährlich rund 180.000 Schulabgänger/innen aus beruflichen und allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg haben circa 10 bis 15 Prozent Schwierigkeiten bei der beruflichen Eingliederung. Derzeit besuchen 9.600 Schüler/innen berufsvorbereitende öffentliche Schulen (BEJ, BVJ, VAB) und weitere 3.000 Schüler/innen sind in Privatschulen im Übergangssystem. In arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen nach dem SGB II und SGB III werden aktuell in Baden-Württemberg 36.700 junge Menschen bis 25 Jahren gefördert. Dazu kommen noch rund 2.500 Jugendliche mit Hilfen nach § 13 SGB VIII. Allein in den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege werden circa 25.000 junge Menschen im Rahmen des Übergangssystems Schule – Beruf gefördert und begleitet.

Aktivitäten der LAG JSA
 

Die LAG Jugendsozialarbeit arbeitet aktiv im Arbeitskreis Jugendberufshilfe Baden-Württemberg unter Federführung des KVJS mit.

Ein LAG-interner Arbeitskreis ist in Vorbereitung.

Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit
(Jugendsozialarbeit an Schulen)

Schulsozialarbeit ist ein eigenständiges und professionelles Handlungsfeld der Jugendhilfe, das von sozialpädagogischen Fachkräften geleistet wird und dauerhaft im Schulalltag verankert ist. Schulsozialarbeit verfolgt einen eigenen, aus dem SGB VIII und den Strukturmaximen der Kinder- und Jugendhilfe abgeleiteten Bildungs- und Erziehungsauftrag und versteht sich somit nicht als Dienstleister für Schule, sondern als Kooperationspartner auf Augenhöhe. Sie zielt auf die gelingende schulische, berufliche sowie soziale Integration aller Kinder und Jugendlichen sowie darauf, die Bedingungen am Lebensort Schule zu verbessern. In diesem Sinne ist Schulsozialarbeit ein Beitrag der Jugendhilfe zur Umsetzung des Erziehungs- und Bildungsauftrags der Schule, wie er im § 1 des Schulgesetzes für Baden-Württemberg verankert ist. Schulsozialarbeit hat folgende Kernaufgaben: Einzelhilfe und Beratung von Kindern und Jugendlichen, Eltern, pädagogischen Assistent_innen und Lehrer_innen; sozialpädagogische Gruppenarbeit, Projekte und Arbeit mit Schulklassen; innerschulische und außerschulische Vernetzung und Gemeinwesenarbeit; offene Angebote für alle Schüler_innen, z.B. Schülercafés und -treffs. Darüber hinaus bildet die Schulsozialarbeit einen zentralen und in vielen Fällen entscheidenden Baustein beim Aufbau kommunaler Bildungslandschaften als kohärente lokale Gesamtsysteme von Bildung, Erziehung und Betreuung.






Schulsozialarbeiter_innen stehen allen Kindern, Jugendlichen und deren Eltern für verschiedenste Fragen und bei individuellen Problemlagen als Ansprechpartner_innen und Berater_innen zur Verfügung. Als vom Schulsystem unabhängige, aber von der Schule anerkannte Fachkräfte der Jugendhilfe übernehmen sie vielfältige Vermittlungsfunktionen. Schulsozialarbeit ist breit fachlich aufgestellt und stellt eine für alle am Schulleben Beteiligten unverzichtbare sozialpädagogische Profession dar. Schulsozialarbeiter_innen bilden eine enge Schnittstelle zu Jugendämtern, Beratungsstellen, Angeboten der Jugendarbeit und weiteren Institutionen und sind zentrale Akteur_innen bei der sozialräumlichen Öffnung von Schulen. Schulsozialarbeiter_innen werden mit ihrer sozialpädagogischen Professionalität von Lehrer_innen, Schulleitungen und Mitarbeiter_innen in der Ganztagesbetreuung gleichermaßen als Berater_innen genutzt und übernehmen koordinierende und vermittelnde Funktionen. Sie werden insbesondere auch als Expert_innen für Konfliktlösung und Gewaltprävention in Anspruch genommen.

Schulsozialarbeit (Jugendsozialarbeit an Schulen) in Baden-Württemberg

Zum 31.07.2016 umfasste das Arbeitsfeld Schulsozialarbeit in Baden-Württemberg nach der Statistik des Landesjugendamtes 2.060 Fachkräfte auf 1.341,29 Vollzeitstellen an allgemeinbildenden Schulen und berufsbildenden Schulen. Dabei war die Schulsozialarbeit an 48,68% der Schulen in Trägerschaft von freien Trägern der Jugendhilfe. Im Laufe des Schuljahrs 2015/16 wurden 165.069 Schülerinnen und Schüler, 50.829 Erziehungsberechtigte sowie 94.543 Lehrkräfte individuell beraten. Zudem erreichte die Schulsozialarbeit die Schülerinnen und Schüler über gruppenbezogene Angebote (8.074 Gruppenangebote zur Förderung sozialer Kompetenz, 1.239 zum Übergang Schule/Beruf, 2.160 für Suchtprävention/Gesundheitsförderung/erzieherischen Kinder- und Jugendschutz) sowie Angebote für Schulklassen (14.129 Angebote zur Förderung sozialer Kompetenz, 5.384 zu Konfliktbewältigung (z.B. Mobbing), 1.825 zum Übergang Schule/Beruf, 4.572 zu Suchtprävention/Gesundheitsförderung/erzieherischem Kinder- und Jugendschutz).

 

Informationen zum Förderprogramm finden Sie auf den Seiten des KVJS.

 

Aktivitäten der LAG JSA

Im Arbeitskreis (AK) Schulsozialarbeit in der LAG JSA bearbeiten die jeweiligen Referent_innen der Landesverbände gemeinsam mit Fachleuten von Mitgliedseinrichtungen aktuelle Fachthemen der Schulsozialarbeit. Der AK tagt mindestens dreimal jährlich halbtägig. Ansprechpartner: Florian Langer. Es wurden im AK Fachstandards für Schulsozialarbeit erarbeitet, die hier zu finden sind. Wichtige Kooperationspartner sind neben dem Ministerium für Soziales und Integration das Netzwerk Schulsozialarbeit Baden-Württemberg sowie das Landesjugendamt.

Mobile Jugendarbeit

Was ist Mobile Jugendarbeit?

Mobile Jugendarbeit unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene, die von herkömmlichen Angeboten nicht oder nicht ausreichend erreicht werden und häufig als Cliquen und Szenen im öffentlichen Raum auffällig werden. Ziel der Arbeit ist, erlebbare Perspektiven mit den Jugendlichen zu erarbeiten und Handlungsstrategien für einen gelingenden Alltag zu entwickeln. Die Fachkräfte der Mobilen Jugendarbeit suchen diese jungen Menschen in ihren Lebenswelten auf. Sie beraten und begleiten sie individuell, nutzen aber insbesondere auch Cliquen- und Gruppenarbeit, um soziales Lernen und Prozesse solidarischer Unterstützung zu initiieren. Einen wichtigen Aufgabenbereich bildet zudem die gemeinwesenorientierte Arbeit, um Ausgrenzungen junger Menschen in ihrem Stadtteil oder ihrer Gemeinde entgegenzuwirken, Mitbestimmung zu ermöglichen sowie öffentliche Räume für Jugendliche zu erhalten und zu gestalten.

Mit diesem Arbeitsansatz gelingt es den Fachkräften der Mobilen Jugendarbeit, tragfähige Beziehungen zu den jungen Menschen aufzubauen und sie über Lebensphasen hinweg zu begleiten, insbesondere auch dann, wenn im Übergang von der Schule in den Beruf mehrere Anläufe notwendig sind. Mobile Jugendarbeit erreicht dabei insbesondere auch Jugendliche, die durch gewaltbereites Verhalten und riskanten Suchtmittelkonsum auffallen, und entwickelt in Gruppen- und Cliquenarbeit gelingende Bewältigungsmuster. Mit Beteiligungsprojekten in Stadtteilen und Gemeinden können Ängste und Vorurteile zwischen Generationen abgebaut und Konflikte konstruktiv bearbeitet werden.

Mobile Jugendarbeit in Baden-Württemberg

Die Fachkräfte der Mobilen Jugendarbeit in Baden-Württemberg standen im Jahr 2016 17.044 benachteiligten und gefährdeten jungen Menschen als Ansprechpartner und Bezugspersonen zur Verfügung. 4.601 junge Menschen haben an intensiver Gruppenarbeit der Mobilen Jugendarbeit in 561 Gruppen teilgenommen. Im Rahmen der Gemeinwesenorientierten Arbeit wurden 337 Projekte mit 27.226 Teilnehmenden, zumeist in Kooperation mit anderen Einrichtungen, im Gemeinwesen durchgeführt. Die Mobile Jugendarbeit beteiligte sich an 727 Gremien im Gemeinwesen und verfügte über 2.517 Netzwerkpartner. 302 sozialpädagogische Fachkräfte auf 214,82 Personalstellen waren in 147 Einrichtungen im Arbeitsfeld Mobile Jugendarbeit tätig.

Zudem wird derzeit – ermöglicht durch eine Modellprojekt-Finanzierung des Landes im Rahmen des Zukunftsplans Jugend an sechs Modellstandorten das Konzept „Mobile Kindersozialarbeit“ entwickelt und erprobt. Es richtet sich – in Orientierung am Konzept Mobile Jugendarbeit – an Gruppen von Kindern im Alter von 8 bis 13 Jahren, die im öffentlichen Raum durch selbst- und fremdgefährdendes Verhalten auffällig werden und durch die bestehenden Angebote der Offenen Arbeit mit Kindern und Hilfen zur Erziehung nicht angemessen erreicht werden können.

Das Land Baden-Württemberg fördert Mobile Jugendarbeit anteilig. Informationen zum Förderprogramm finden Sie auf den Seiten der
LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork.

Aktivitäten der LAG JSA

Der Landesarbeitskreis Mobile Jugendarbeit (LAK MJA) in der LAG JSA sichert den kontinuierlichen fachlichen Austausch. Neben Fachleuten von Einrichtungen der Mitgliedsverbände der LAG JSA arbeiten auch Vertreter_innen des Landesjugendamtes, der LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork sowie der AG Kreis-, Gemeinde- und Stadtjugendreferate im LAK mit. Er tagt dreimal jährlich halbtägig.
Ansprechpartner: Florian Langer

Gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg wurden drei Veröffentlichungen erstellt.

Der AK Mobile Jugendarbeit der LAG JSA kooperiert eng mit der Landesarbeitsgemeinschaft Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg e.V.  und beteiligt sich insbesondere an der Planung und Durchführung von Fachveranstaltungen sowie Projekten zur fachlichen Weiterentwicklung Mobiler Jugendarbeit.

Jugendsozialarbeit

Jugendsozialarbeit erreicht Jugendliche und junge Erwachsene bis zum Alter von 27 Jahren, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind. Sie fördert sie durch individuelle und gruppenbezogene Angebote in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und verfolgt gleichzeitig das Ziel, Lebensbedingungen zu verbessern und Benachteiligungen abzubauen.
Gesetzlich ist Jugendsozialarbeit im § 13 SGB VIII in Verbindung mit § 15 LKJHG Baden-Württemberg verankert. Zentrale Handlungsfelder und -ansätze sind die Mobile Jugendarbeit, die Schulsozialarbeit, Angebote der Jugendberufshilfe und des Jugendwohnens sowie die Jugendmigrationsdienste.
Jugendsozialarbeit gestaltet biographische Übergänge mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die aufgrund ihrer erschwerten Ausgangsbedingungen an diesen „Schwellen“ mit einem erhöhten Scheiternsrisiko konfrontiert sind. Jugendsozialarbeit wirkt als Unterstützungsnetzwerk, das Schnittstellen zur Suchthilfe, Arbeitsförderung und Schule nutzt, um Teilhabechancen zu erhöhen, und sorgt für eine lokale und regionale Infrastrukturentwicklung.

 

Zentrale Ansätze und Handlungsfelder der Jugendsozialarbeit sind:

 

 

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