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Mobile Jugendarbeit

Was ist Mobile Jugendarbeit?

Mobile Jugendarbeit unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene, die von herkömmlichen Angeboten nicht oder nicht ausreichend erreicht werden und häufig als Cliquen und Szenen im öffentlichen Raum auffällig werden. Ziel der Arbeit ist, erlebbare Perspektiven mit den Jugendlichen zu erarbeiten und Handlungsstrategien für einen gelingenden Alltag zu entwickeln. Die Fachkräfte der Mobilen Jugendarbeit suchen diese jungen Menschen in ihren Lebenswelten auf. Sie beraten und begleiten sie individuell, nutzen aber insbesondere auch Cliquen- und Gruppenarbeit, um soziales Lernen und Prozesse solidarischer Unterstützung zu initiieren. Einen wichtigen Aufgabenbereich bildet zudem die gemeinwesenorientierte Arbeit, um Ausgrenzungen junger Menschen in ihrem Stadtteil oder ihrer Gemeinde entgegenzuwirken, Mitbestimmung zu ermöglichen sowie öffentliche Räume für Jugendliche zu erhalten und zu gestalten.

Mit diesem Arbeitsansatz gelingt es den Fachkräften der Mobilen Jugendarbeit, tragfähige Beziehungen zu den jungen Menschen aufzubauen und sie über Lebensphasen hinweg zu begleiten, insbesondere auch dann, wenn im Übergang von der Schule in den Beruf mehrere Anläufe notwendig sind. Mobile Jugendarbeit erreicht dabei insbesondere auch Jugendliche, die durch gewaltbereites Verhalten und riskanten Suchtmittelkonsum auffallen, und entwickelt in Gruppen- und Cliquenarbeit gelingende Bewältigungsmuster. Mit Beteiligungsprojekten in Stadtteilen und Gemeinden können Ängste und Vorurteile zwischen Generationen abgebaut und Konflikte konstruktiv bearbeitet werden.

Mobile Jugendarbeit in Baden-Württemberg

Die Fachkräfte der Mobilen Jugendarbeit in Baden-Württemberg standen im Jahr 2016 17.044 benachteiligten und gefährdeten jungen Menschen als Ansprechpartner und Bezugspersonen zur Verfügung. 4.601 junge Menschen haben an intensiver Gruppenarbeit der Mobilen Jugendarbeit in 561 Gruppen teilgenommen. Im Rahmen der Gemeinwesenorientierten Arbeit wurden 337 Projekte mit 27.226 Teilnehmenden, zumeist in Kooperation mit anderen Einrichtungen, im Gemeinwesen durchgeführt. Die Mobile Jugendarbeit beteiligte sich an 727 Gremien im Gemeinwesen und verfügte über 2.517 Netzwerkpartner. 302 sozialpädagogische Fachkräfte auf 214,82 Personalstellen waren in 147 Einrichtungen im Arbeitsfeld Mobile Jugendarbeit tätig.

Zudem wird derzeit – ermöglicht durch eine Modellprojekt-Finanzierung des Landes im Rahmen des Zukunftsplans Jugend an sechs Modellstandorten das Konzept „Mobile Kindersozialarbeit“ entwickelt und erprobt. Es richtet sich – in Orientierung am Konzept Mobile Jugendarbeit – an Gruppen von Kindern im Alter von 8 bis 13 Jahren, die im öffentlichen Raum durch selbst- und fremdgefährdendes Verhalten auffällig werden und durch die bestehenden Angebote der Offenen Arbeit mit Kindern und Hilfen zur Erziehung nicht angemessen erreicht werden können.

Das Land Baden-Württemberg fördert Mobile Jugendarbeit anteilig. Informationen zum Förderprogramm finden Sie auf den Seiten der
LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork.

Aktivitäten der LAG JSA

Der Landesarbeitskreis Mobile Jugendarbeit (LAK MJA) in der LAG JSA sichert den kontinuierlichen fachlichen Austausch. Neben Fachleuten von Einrichtungen der Mitgliedsverbände der LAG JSA arbeiten auch Vertreter_innen des Landesjugendamtes, der LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork sowie der AG Kreis-, Gemeinde- und Stadtjugendreferate im LAK mit. Er tagt dreimal jährlich halbtägig.
Ansprechpartner: Florian Langer

Gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg wurden drei Veröffentlichungen erstellt.

Der AK Mobile Jugendarbeit der LAG JSA kooperiert eng mit der Landesarbeitsgemeinschaft Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg e.V.  und beteiligt sich insbesondere an der Planung und Durchführung von Fachveranstaltungen sowie Projekten zur fachlichen Weiterentwicklung Mobiler Jugendarbeit.

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